a) Briefe des Jesuiten Leslie aus Nancy
1. an Voltaire, in dem er bittet, daß dieser sich für einen Herrn Marin bei Friedrich dem Großen verwenden solle, 1752 (Bl. 8)
2. an d'Adhemar: Glückwunsch zur Promotion und Lob des Hofes von Bayreuth neben bibliographischen Anmerkungen zu Voltaire und Mme de Maintenon; Empfehlung des Marquis de Fussey, o. J. (Bl. 9)
3. an d'Adhemar: beklagt das Unglück, das Friedrich den Großen am 5.1.1757 betroffen hat; Hauptsache, daß der König und Freund der Franzosen gesund sei. Beklagt die Unstimmigkeiten zwischen der Geistlichkeit und dem Parlament sowie zwischen Parlament und Hof und lobt Voltaires neue Ausgabe mit neuen Prosa-Stücken, die entzückend seien und das mit 60 Jahren. Er habe ein Gedicht für Maria Theresia geschrieben, das er zur Kenntnisnahme für die Beförderung des souslieutenant Saintfief, der eine solche verdiene, 1757 (Bl. 10)
4. an d'Adhemar: bedauert den Tod Ihrer Kgl. Hoheit der Markgräfin und hofft, daß dieser ohne Folgen für ihn bleibe; Anfrage wegen der Papiere des Marquis du Chatelet, die einen Bestimmten stark interessierten, 1758 (Bl. 11)
5. an d'Adhemar: Dank für Überlassung eines Exemplars des 'Siècle de Louis XIV' durch seinen Bruder; beklagt das Los des Autors (Voltaire), der, nachdem sein Stern so lange in Europa leuchtete, nun dort kaum ein Asyl finde, o. J. (Bl. 12)
6. an d'Adhemar: Vorschlag, den Notar Prugnon als Testamentsvollstrecker zu nehmen, o. J. (Bl. 13)
7. an d'Adhemar: handelt von Testaments- und Familien-Angelegenheiten der Adhemars, o. J. (Bl. 14)
7a. an d'Adhemar: behandelt testamentarische Angelegenheiten und berichtet von Nachforschungen des Bruders mit Bezug auf die Familiengeschichte sowie Vorschläge zu einer gütlichen Einigung, 1762 (Bl. 14a)
8. Inhalt wie zu 7), 1762 (Bl. 15)
9. an d'Adhemar: über die Schwierigkeiten der Testamentsvollstreckung aus dem Erbe des Vaters; Nachricht, der König sei gestorben, sei falsch; fragt an, was der neue Markgraf mache und warum er die Stellung bei der Herzogin von Württemberg ausgeschlagen habe, 1763 (Bl. 16)
10. an d'Adhemar: handelt von einer geschäftlichen Transaktion (Verkauf von Bäumen nach Frankfurt) sowie von Familienangelegenheiten, o. J. (Bl. 17)
11. an d'Adhemar: Leslie hat seine Mutter besucht und dort erfahren, daß er die neue Stelle beim Markgrafen angetreten hat; er habe erneut versucht, die Mutter zu veranlassen, ihr Testament zu machen; Anmerkungen zu verschiedenen gemeinsamen Bekannten, 1763 (Bl. 18)
12. an d'Adhemar: bestätigt die erhaltenen Informationen über die Situation seines Freundes; dazu geschäftliche und familiäre Anmerkungen; fragt an ob d'Adhemar in Bayreuth zu bleiben oder das Angebot des 'Helden des Jahrhunderts' anzunehmen gedenke, 1763 (Bl. 19)
13. an d'Adhemar: bedauert, daß er das Angebot Friedrichs des Großen nicht angenommen hat, geht erneut auf die Testamentsangelegenheit ein und empfiehlt einen Freund aus Paris für eine Stellung an irgendeinem Hofe. Herr Marin sei zum Generalsekretär der 'Librairie' avanciert, sodaß sämtliche Literatur durch seine Hände gehe, er also über alles Neue genau orientiert sei und damit dienen könne, 1763 (Bl. 20)
14. an d'Adhemar: betrifft die Testamentsregelung sowie eine Sendung von Bäumen, 1764 (Bl. 21)
15. an d'Adhemar: betrifft die Absendung der Bäume und Sämereien sowie die Testamentsangelegenheit und familiäre Anmerkungen, 1764 (Bl. 22)
16. an d'Adhemar: beklagt sich, warum er keine Nachricht erhalte, da die Testamentsangelegenheit jetzt geregelt werden könnte, 1765 (Bl. 23)
17. an d'Adhemar: bedauert zutiefst die prekäre Lage d'Adhemars; auch bei schneller Testamentsregelung werde es kaum Geld geben, da Gläubiger Forderungen angemeldet haben; beklagt, daß Adhemar nicht die Stellung beim König von Preußen angenommen hat; die Mutter verfalle geistig zusehends, so daß sie kaum noch imstande sein werde, das zugesagte Testament zu machen, in dem sie ihn als Ersatz des väterlichen zum Alleinerben einsetzen wollte, 1765 (Bl. 24)
18. an d'Adhemar: in der Testamentsangelegenheit sei seine Anwesenheit dringend erforderlich; Anmerkungen über den Obstbaumversand; Bericht über die Ausstoßung der Jesuiten, o. J. (Bl. 25)
19. an d'Adhemar: Testamentsangelegenheit des Vaters und der Mutter; Bemerkungen zur Ausstoßung der Jesuiten aus Paris und Frankreich; Bitte um die Beschaffung der litterarischen und politischen Korrespondenz irgendeines Fürsten für Herrn Marin; dem Könige gehe es gut, doch sei die Pompadour schwer krank, o. J. (Bl. 26)
20. an d'Adhemar: neue Schwierigkeiten in der Testamentssache; Bäume nicht mehr abgesandt, da zu spät; König nach indigestion (Unwohlsein) wieder auf der Höhe, 1766 (Bl. 27)
21. an d'Adhemar: beklagt sich über sein Schweigen; Mutter gesund aber schon völlig geistesschwach; Familie siedelte um; Mutter nicht mehr imstande, Testament abzufassen; Schwester erhielt Pension von 100 livres von der Prinzessin von Lothringen; wünscht erneut, er wäre am Hofe des Königs von Preußen, 1766 (Bl. 28)
22. an d'Adhemar: über eine Obstbaumlieferung; Tod des Prälaten von Bouzey, dessen Neffe sein Testament anficht (sie werden es bis auf den letzten Pfennig verprozessieren); dazu über die eigene Testamentsangelegenheit, o. J. (Bl. 29)
23. an d'Adhemar: beklagt einen ihm unverständlichen Bruch ihrer Freundschaft, informiert ihn aber trotzdem über das Erbe seiner Mutter, das, wenn er sich nicht darum kümmere, à la longue zerrinnen werde, ohne daß er etwas davon gehabt habe, 1778 (Bl. 30)
b) Briefe von de Fabri aus Bagnols en Languedoc
1. an d'Adhemar: bedauert, daß er seine Wünsche nicht erfüllen konnte; klagt, daß er in die Hände eines Gauneradvokaten gefallen sei und sich so in großen Schwierigkeiten befinde; den Grafen von Gleichen habe er leider nicht getroffen, 1757 (Bl. 31)
2. an d'Adhemar: er sei trotz zwei Briefen noch immer ohne Antwort; wiederholt die Dinge aus 1) und bedauert, daß er mit von Gleichen nicht habe nach Bayreuth kommen können, da seine Lage zu angespannt sei; er bitte, sein Gehalt einzuziehen (Quittung würde von Gleichen mitbringen), 1758 (Bl. 32)
3. an d'Adhemar: konnte von Herrn Dinet das Geld nicht erhalten und erwartet neue Instruktionen, 1761 (Bl. 33)
4. an d'Adhemar: zog 118 gute Gulden bei Baillif ein; der Rest solle folgen, 1761 (Bl. 34)
5. Bruder des Fabry (er taucht manchmal auch mit 'y' auf) an d'Adhemar: in Paris Baum-Angelegenheit in gute Hände übergeben; Leben in Paris sehr teuer, sodaß vorzeitiger Aufbruch erfolgen muß; hofft, daß Angelegenheit seines Bruders erfolgreich beendet wird, 1762 (Bl. 35)
6. an d'Adhemar: Dank für alles, was er für ihn getan hat; unverständlich, wo Antwortbrief blieb; bedauert, nicht seine Ratschläge befolgt zu haben, und bittet, ihn weiter seine guten Dienste zukommen zu lassen, 1763 (Bl. 36)
7. an d'Adhemar: erneute Bitte um Hilfe, da durch den Tod des bisherigen Auftraggebers in großer Not, o. D. (Bl. 37)
8. an d'Adhemar: bedauert den erneuten Verlust von 2 Briefen und wiederholt seine Bitte, 1763 (Bl. 38)
9. an d'Adhemar: Dank für Bemühungen und Bitte um weitere Hilfe, 1763 (Bl. 39)
10. an d'Adhemar: nach beschwerlichster Reise in der Heimat angekommen; erneute Anerkennung der geleisteten Dienste; übertragene Angelegenheit konnte noch nicht geregelt werden, da Wege infolge Schneefalles und damit gestiegener Rhône unpassierbar; muß für die Schulden eines Dieners einstehen, die dieser beim Apotheker gemacht hat, 1764 (Bl. 40)
11. an d'Adhemar: erneute Bitte um Hilfe und Unterstützung, da finanzielle Lage verzweifelt, 1764 (Bl. 41)
12. an d'Adhemar: überschäumender Dank für Erledigung seiner Bitte und Versprechen, sich mit allen Kräften für übermittelte Aufträge einzusetzen, 1766 (Bl. 42)
c) Tagebuchblätter und anderes
1. Brief an d'Adhemar ohne Unterschrift: Kgl. Hoheit zwar ärgerlich über langes Schweigen aber unverändert wohlwollend; Lob Voltaires als feinsinnigen Menschen und Gastgeber; hofft auf angenehme Weiterführung der Korrespondenz, o. D. (Bl. 43)
2. Adhemar an Voltaire: nimmt Bezug auf die Genealogie der Adhemars, 1757 (Bl. 44)
3. 2 Briefe an Nichte und Cousin ohne Unterschrift, doch ist den Zeilen zu entnehmen, daß Adhemar der Verfasser ist, o. D. (Bl. 45/46)
4. Tagebuchblätter aus Bayreuth und Erlangen (zum großen Teil in Versen gehalten), 1757 (Bl. 47/52)
5. Eloge historique de Très hautte et très puissante princesse, Son altesse Royale Madame la Margrave de Brandebourg-Coulenbach, o. D. (Bl. 53/57) |